Dienstag, 12. Mai 2009

Meine Erste Alugitarre

Mai 2009


Nach dem die Konstruktion und die Umsetzung einige Zeit in Anspruch genommen hat, ist die erste Aluminiumgitarre nun endlich fertig. Eigentlich ist nur der Korpus aus Aluminium der Hals ist traditionell aus Holz gefertigt. Wenn man berücksichtigt, wie schwer die Verarbeitung von  Aluminium (speziell das Schweißen) ist, ist es doch sehr gut gelungen.


Das Design ist an der ersten Brettgitarre aus Kalifornien angelehnt. Wie beim Original laufen auch hier die Seiten durch den Body, was großen Anteil an den speziellen Ton der Gitarre hat. Aber zum Klang werde ich später noch mehr verraten. Die Oberfläche der Gitarre ist eloxiert. Das ist sehr praktisch, denn es macht die Gitarre unempfindlich. Sowohl gegen mechanische Beanspruchung wie auch gegen Fingerabdrücke und ähnliches. Die Teile die hier an meiner ersten Gitarre verbaut sind, sind aus Kostengründen allesamt aus Fernost, aber in einer doch erstaunlich guten Qualität. Ich gebe zu, am Hals habe ich bestimmt noch eine Stunde dran herum poliert und geschliffen, da die Bundstäbchen nicht so toll verschliffen waren. Und der Sattel wurde auch noch mal nach gearbeitet. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen und kann mit den Gitarren aus Mexiko durchaus konkurieren.


Das Schlagbrett ist ebenfalls aus eloxiertem Aluminiumblech, indem die Fräsung für den Halstonabnehmer perfekt integriert ist. Die Bridge und die Potiplatte sind aus verchromten Stahlblech, fügen sich aber super in das Gesamtbild ein. Die Gitarre ist zwar mit etwas über 4 kg schwerer wie eine Tele aus Erle, ist aber werde kopf- noch bauchlastig, und lässt sich super spielen.




Und nun zum Klang. Ohne Stecker fällt auf, dass die Gitarre für eine E-Gitarre sehr laut ist. Zwar nicht zu vergleichen mit einer akustischen Klampfe, aber so dass sich meine Frau beim Fernsehen doch erheblich mehr gestört fühlt wie mit einer anderen Gitarre. Das ganze klingt auch etwas mehr „resonanzig“, mit vielen Obertönen, es geht so'n bisschen in Richtung Resonatorgitarre. Also habe ich sie mal kurz auf „open G“ gestimmt und mein Slideröhrchen raus geholt. Um es kurz zu machen , es hat super Spaß gemacht und der Ton passte einfach super zum Sliden. Und das ohne Verstärker bei ruhiger Zimmerlautstärke. Aber wie klingt es mit Verstärker?

Was als erstes auffiel ist, dass eigentlich erstmal gar nichts ungewöhnliches auffällt. Alles klingt wie gewohnt nach E-Gitarre. Und das nicht mal schlecht, mit deutlich mehr Sustain wie bei meiner Holz- Tele. Ich war positiv von den günstigen Tonabnehmern überrascht. Der Stegtonabnehmer hatte die beißenden Höhen wie man es gewohnt war, aber auch nicht so schrill, dass es nervt. Beim Halstonabnehmer fehlten villeicht ein wenig die Höhen aber nur unwesentlich. Insgesammt fiel positiv auf, dass die Bässe sehr straff und präzise kamen, und schön knackig klangen. Ich würde sagen, dass sich der Sound bestens für Blues, Country, Punk, Pop und klassik Rock eignet. Für die HiGain- Fraktion ist die Gitarre wohl nicht uneingeschränkt zu empfehlen, aber dafür baue ich bestimmt demnächst auch noch was passendes mit Humbuckern. Doch befor ich was Fettes baue versuche ich bei der nächsten Gitarre das Gewicht zu reduzieren und ich werde den Boddy farbig eloxieren.


Montag, 11. Mai 2009

Soundfiles Bandit mit VOX Tonelab



Hier ein paar neue Soundfiles die ich über das Vox-Tonlab direkt in den PC gespielt habe. Da ich mit den Mikrofonaufnahmen nicht zufrieden war, habe ich es jetzt mal auf diesen Wege versucht.

Hier ein Hörbeispiel

Ein Soundbeispiel über den akustische Vergleich zwischen der Aluminiumgitarre "Bandit" und meiner Fender Stratocaster aus Japan findet ihr hier.

Natürlich weiß ich dass so ein Vergleich für E-Gitarre blödsinn ist. Ich wollte halt nur anschaulich machen wie laut die Bandit unpluged spielt.

Soundbeispiele mit Verstärker folgen demnächst

Soundfiles mit meiner ersten Bandit

Bin endlich dazu gekommen einige Soundfiles auf zu nehmen. Und habe sie auf YouTube veröffentlicht.
Viel Spaß beim hören!

Für die Beispiele 1-3 habe ich alles zuerst mit Steg- Pickup dann Beide zusammen und zum Schluss mit den Hals Pickup eingespielt. Beispiel 4 ist nur mit Steg- Pickup

cleaner Sound, standard tuning


curnchiger / bluesiger Sound, standard tuning


crunchiger / bluesiger Suond in open G tuning mit Slideröhrchen


crunchiger / bluesiger Suond in open G tuning mit Slideröhrchen



Alle Beispiele sind mit meiner ersten Aluminiumgitarre „Bandit“ aufgenommen. Der Verstärker ist ebenfalls nach, amerikanischem Vorbild (mit 2 Endstufenröhren 6V6, und 2 Vorstufenröhren ECC83) selbstgebaut. Als Speaker kommt ein 7ender 12“ Lautsprecher aus einen „Twin“ zum Einsatz. Der Verstärker erzeugt einen amtlichen Ton, der wegen des etwas kleineren Ausgangsübertrager etwas früher anfängt zu verzerren und dadurch etwas bluesiger klingt. Anstelle des typischen Tweedbezuges musste eine alte Jeans dran glauben. Sieht ganz lustig aus. Für die Aufnahmen kam wieder mein Großmembran Mikrofon zum Einsatz. Da ich alles mit Zimmerlautstärke aufnehmen musste, haben sich zum teil Nebengeräusche vom Gitarrenspielen direkt übertragen.

Freitag, 1. Mai 2009

Name für Alugitarre

Juli 2009

Habe mir Gedanken über einen Namen für meine Gitarre gemacht, direkt ein Label ausgedruckt und auf die Kopfplatte verewigt. "Bandit"